Ein perfekt hergestelltes Goldinlay ist im Punkt Verträglichkeit und Langlebigkeit bei Zahnsubstanzdefekten (Löchern) mittlerer Größe nahezu unerreicht. Es gilt aus dem Blickwinkelvon großen Teilen der Zahnärzteschaft als die Versorgung mit der sich "alles andere messen lassen muss": Für einen Großteil dieser Kollegen käme für die eigenen Zähne Im Seitenzahnbereich-also hinterdeni Eckzahn-sofern nach keine Krone hergestelltwerden muss, keine andere Art der Versorgung in Betracht.
Für die Herstellung eines Goldinlays wird der Zahn, nach akribischer Entfernung aller Karies und Kontrolle mit der Lupenbrille, gegebenenfalls mit einer Aufbaufüllung versorgt.
Danach wird diese so reduziert, dass in den Defekt ein individuell dafür hergestelltes Werkstück (das Inlay) einzubringen ist. Für die Herstellung im zahntechnischen Labor wird ein Präzisionsabdruck der gesamten Zähne (Ober- und Unterkiefer] genommen und so Modelle von den Zahnreihen hergestellt. Auf diesen Modellen wird das Inlay vom Zahntechniker gefertigt= Um die Kaufläche perfekt zu restaurieren, werden die Kaubewegungen des Patienten in einem so genannten Artikulator nachgeahmt.
Vorteile eines Goldinlays:
- äußerst lange Lebensdauer
- allergologisch und toxikologisch vollkommen unbedenklich
- hervorragende Wiederherstellbarkeit der Kaufläche
Die Klopfgoldfüllung (Synonym: Goldhämmerfüllung) ist eine sehr bewährte, alte Füllungsmethode. Sie soll bereits - in einer anderen Modifikation - von den Arabern im achten nachchristlichen Jahrhundert benutzt worden sein. Ihre Blütezeit erlebte diese Füllungsmethode im 19. Jahrhundert in den Vereinigten Staaten.
Zunächst wurde nicht kohäsives Gold verwendet. Später, nach Entwicklung der Möglichkeitder absoluten Trockenlegung eines Zahnes (durchden so genannten Kofferdamm), kohäsives Gold. Dieses verschweißt bei dem Herstellungsvorgang zu einem Block, was derzeit zu einer deutlichen Qualitätssteigerung der Goldfüllung führte.
Die besondere Schonung der Zahnsubstanz, durch die sich diese Füllungsmethode auszeichnet, ist unter anderem auf ihre frühe Entwicklung zurückzuführen. Seinerzeit standen zur Bearbeitungdes Zahnes lediglich Handinstrumente zur Verfügung, so war der Abbtrag von Zahnsubstanz sehr schwierig. Die heute gebräuchlichen Diamantwerkzeuge stehen erst seit mitte der 40er Jahre zur Verfügung. Durch sie und weitere technische Neuerungen wurden Zahnrestaurationen immer substanzkonsumierender, was mit Klopfgoldfüllungen nicht vereinbar ist. Deer Stellenwert der Klopfgoldfüllung ist aber auch durch die Entwicklung komfortablerer Materialien in den letzten jahrzehnten stark gesunken. Die Erkenntnis der Unzulänglichkeiten dieser Neuentwicklungen hinsichtlich ihrer Lebensdauer und Biokompatibilität lässt die Goldfüllung in den letzten Jahren wieder eine Renaissance erleben.
Vorteile der Klopfgoldfüllung:
- extrem zahnsubstanzschonend
- äußerst lange Lebensdauer
- allergologisch und toxikologisch vollkommen unbedenklich
- auch für kleinste Versorgungen geeignet
- unter berücksichtigung der langen Lebensdauer sehr preiswert


